Patatras au dfi Erlangen
verfasst von Kjaqtxh4rbiinp wP3eanhko am 8. Juni 2025 - 10:39
Tintin, Milou et Abraracourcix – Für wen das nur gallische Dörfer sind, der kennt vielleicht die deutsche Version dieser Comichelden: Tim, Struppi und Majestix, der Häuptling aus „Asterix und Obelix“. Es ist kein Wunder, dass diese drei im Original französische Namen tragen, auch wenn diese Zungenbrecher für die deutschen Leser*innen etwas angepasst wurden. Der Comic, la bande dessinée, ist im französischsprachigen Raum genauso bekannt und beliebt wie Filme und Literatur, weshalb er auch le neuvième art genannt wird. Allerhöchste Zeit also, dass wir im Französischunterricht frankophone Comics ins Visier nehmen. Dazu ist die 10ab zum Klassenempfang in das deutsch-französische Institut Erlangen gefahren, um die Informationen des Schulbuchs mit Leben zu füllen.
Erlangen hat als Hugenottenstadt eine sehr lange gemeinsame Geschichte mit Frankreich und ist daher auch Sitz des dfis, einem deutsch-französischen Kulturzentrum, das das PGN schon mehrfach mit dem FranceMobil besucht hat. Daneben ist die Stadt mit dem Comicsalon das Pendant zu Angoulême für Comicfans. Das ideale Ausflugsziel für unsere Mission also. In der gut ausgestatteten Médiathèque des dfis hatten zwei französische Mitarbeiterinnen ein Quiz zu Comiccovern vorbereitet. Das Highlight dabei war aber vielleicht gar nicht das Spiel selbst, sondern die erfreuliche Erkenntnis, dass man die beiden Mädels auf Französisch verstehen und die komplette activité in der Fremdsprache bestritten werden konnte. Ganz nebenbei erfuhren wir noch, dass die frankophone Comicwelt weit mehr zu bieten hat als die drei Aushängeschilder vom Beginn des Textes! Wir kennen jetzt zum Beispiel Riad, den Protagonisten aus L’Arabe du futur, und Lou, die Heldin eines Kindercomics. Im Anschluss durften alle selbst kreativ werden und einen kurzen Comic zu einem Schlagwort gestalten. Eines davon war l’amitié, die wir hier ganz nebenbei erleben konnten: Unser Nachbarland ist nämlich nicht nur ein gallisches Dorf zwischen zwei Buchdeckeln oder ein Croissant vom Lieblingsbäcker, sondern wird von vielen engagierten jungen Menschen in solchen Begegnungsstätten wie dem dfi direkt in unsere Region gebracht!
