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Wissen schützt und stärkt: der Präventionstag der 9. Klassen am Pirckheimer-Gymnasium

verfasst von Jjoqcxh4ebni pHwa3iadh am 21. Februar 2026 - 20:29

Am 12. Februar 2026 tauschten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 ihre Lehrbücher gegen lebensnahe Einblicke und ehrliche Gespräche. Unter dem Fokus „Sucht und Suchtprävention“ fand ein Projekttag statt, der weit über die Theorie hinausging und den Jugendlichen Orientierung in einem schwierigen Themenfeld bot.

Suchtprävention ist mehr als nur Aufklärung über Gefahren – es geht darum, junge Menschen stark zu machen, ihnen Hilfesysteme aufzuzeigen und ein Bewusstsein für die Folgen von Abhängigkeit zu schaffen. Genau dies stand im Mittelpunkt des diesjährigen Präventionstages für die Klassen 9a, 9b und 9c am PGN.

Individuelle Einblicke durch externe Experten

Das Besondere am Konzept: Die Schülerinnen und Schüler waren nicht bloße Zuhörer in einem Massenvortrag. Jeder Jugendliche hatte im Vorfeld die Möglichkeit, sich für ein spezifisches Angebot zu entscheiden, das den persönlichen Interessen entsprach. So entstanden kleine Gruppen, in denen eine vertrauensvolle Atmosphäre für Fragen und Diskussionen möglich war.

Das Spektrum der Partner war dabei so vielfältig wie das Thema selbst. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen externen Experten konnten ganz unterschiedliche Perspektiven beleuchtet werden:

  • Prävention durch die Kriminalpolizei: Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler aus erster Hand, welche rechtlichen Konsequenzen Drogenkonsum haben kann und wie die Arbeit der Polizeiberatung im Alltag aussieht.
  • Authentische Berichte der Anonymen Alkoholiker: Besonders eindrucksvoll waren die Begegnungen mit Menschen, die ihre eigene Geschichte teilten. Diese ehrlichen Einblicke in den Teufelskreis der Abhängigkeit und den Weg heraus hinterließen bei vielen Teilnehmenden tiefen Eindruck.
  • Medizinische Fachexpertise: Ein Fachkrankenpfleger der Klinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie Martha-Maria erklärte die gesundheitlichen Aspekte von Sucht.
  • Hängematte e.V.: Die Schülerinnen und Schüler erhielten einen ungeschminkten Einblick in die lebenswichtige Arbeit einer Notschlafstelle, die drogenabhängigen Menschen in Nürnberg Schutz, Verpflegung und Beratung bietet.
  • Lilith e.V.: In diesem Workshop lernten die Jugendlichen die Bedeutung geschlechtsspezifischer Drogenhilfe kennen, die sich gezielt den besonderen Bedürfnissen und Schutzräumen von Frauen, Mädchen und deren Kindern widmet.

Berührungsängste abzubauen und gleichzeitig die Sinne für die eigenen Grenzen schärfen

„Es war spannend zu sehen, dass Sucht nicht nur ein medizinisches Thema ist, sondern das ganze Leben verändert“, resümierte eine Schülerin am Ende des Tages.

Der Präventionstag hat einmal mehr gezeigt, dass das Pirckheimer-Gymnasium großen Wert darauf legt, seine Schülerinnen und Schüler auch in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten. Wir bedanken uns herzlich bei allen externen Partnern für ihr Engagement und die offenen Worte.

Prävention endet nicht am Schultor: Auch im Schulalltag stehen unsere Beratungslehrkräfte und die Schulsozialarbeit jederzeit als Ansprechpartner für Sorgen und Fragen bereit. Denn gemeinsam hinsehen ist der erste Schritt zur Stärke.

Nach den Ferien folgt dann der zweite Baustein der Präventionstage: der Workshop „Cannabis – Quo vadis?“ mit Frau Hacker.

Rubrik: Mittelstufe

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