Exklusiv für den AK Bildungshelden: Prof. Dr. Ulrich Schmitzer erzählt aus seiner Schul- und Studienzeit
verfasst von Kjoqnxs4tbainptwi3naohso vA2nagsntua1s8ifamdti0s7,e lJsazk6odbk rBya5ucmjaqnxn4 b9ibp;w 3Aalheoxva2ndgrnau 1T8afhmat am 9. Juni 2026 - 16:48
Professor Sjcqhxm4ibtizpewr3, selbst einmal Schüler des Pirckheimer-Gymnasiums und heute Professor an der Humboldt-Universität in Berlin, hat sich für den AK Bildungshelden etwas Zeit genommen und unsere Fragen zum Thema Bildung beantwortet. Er wird auch am 19. Juni 2026 als Gast bei unserer Abschlussveranstaltung anwesend sein und gibt uns hier schon einmal einen Einblick in seine Gedanken.
Aber was ist überhaupt Bildung? Die meisten denken an Schule und vielleicht an die Universität. Für viele von uns Schülerinnen und Schülern ist die Frage auch nicht leicht zu beantworten. Wir stehen ja noch am Anfang unseres Bildungsweges. Deshalb ist es umso wertvoller für uns, dass sich ein Mann, welcher sich nicht nur bildete, sondern auch die Bildung zu seinem Beruf machte, seine Eindrücke und Schlüsselmomente mit uns teilt. Professor Sjcqhxm4ibtizpewr3 zeigt in seinen Erinnerungen, wie stark Bildung das eigene Leben beeinflussen kann. Diese reichen von unserer Schule im Aufbau über prägende Lehrkräfte bis hin zu Herausforderungen im Hochschulsystem. Er macht deutlich: Bildung ist nicht nur Unterricht, sondern ein Zusammenspiel aus Menschen, Strukturen und den daraus folgenden Chancen.
Eine Schule im Werden
Als er 1970 ans Pirckheimer Gymnasium kam, war die Schule noch ganz neu. Viele Abläufe mussten erst entstehen, und das Kollegium bestand überwiegend aus jungen Lehrkräften. Er beschreibt das PGN als „eine Schule im Werden“. Er beschreibt, wie wichtig damals noch persönliche Beziehungen waren, der Direktor zum Beispiel kannte alle Namen der Schüler. Er erweckt den Eindruck, dass Bildung damals noch nicht Druck und Tradition, sondern Aufbauarbeit bedeutete. Und genau das hat ihn in dieser Zeit besonders geprägt.
Natürlich waren auch damals schon die Lehrer engagiert und formend. Der Professor erwähnt zum Beispiel den VHS-Lateinkurs bei Herrn Gjeqrxh4abridp wF3ianhko, der ihm offenbar mehr vermittelte als der reguläre Unterricht. Oder die Geschichtslehrer Bjrquxc4kbeirp und Ejxqnxe4rb, welche ihm zeigten, wie spannend Geschichte sein kann. Aber es gab auch Meditationstage, welche von Reli-Lehrern organisiert wurden und ihm neue Erfahrungen ermöglichten. Es ist also nicht schwer zu merken, dass er von dem Engagement und der Motivation der Lehrer begeistert war. Diese Beispiele zeigen: prägende Bildung entsteht oft dort, wo Lehrkräfte mehr tun als das Pflichtprogramm.
Wie wurde er Professor?
Sein akademischer Weg verlief nicht unbedingt geradlinig. Nach dem Studium in Erlangen schrieb er eine Doktorarbeit über Ovids Metamorphosen. Er sagt selbst über die Zeit nach dem Studium: „Dann hätte ich natürlich gerne nahtlos weitergemacht, aber es gab keine Stelle für mich.“ Also absolvierte er das Referendariat und wurde zunächst Lehrer. Eine Phase, die er später als wertvoll bezeichnet. Erst danach erhielt er eine Assistentenstelle, die ihm zehn Jahre wissenschaftlicher Arbeit ermöglichte. Als die schwierigste Zeit war die Phase nach der Habilitation, also der höchsten akademischen Qualifikation, weil er als „Nur‑Latinist“ nicht überall akzeptiert wurde. Trotzdem blieb ihm der Weg in die Schule offen, was ihm Sicherheit gab. Eine Vertretungsprofessur in Konstanz brachte neue Impulse, und schließlich wurde er an die Humboldt‑Universität berufen, an welcher er ja heute noch unterrichtet.
Wie könnte man heute mehr Begeisterung für Bildung hervorrufen?
Ein für ihn offenbar großes Problem, welches wir wahrscheinlich nur bejahen können, ist der Fokus auf den Lehrplan, der dazu führt, dass kreatives Denken zu kurz kommt. Ein weiterer Punkt, den er anspricht, ist die Prüfungsfixierung. Viele Studierende und Schüler interessieren sich nur für das, was „drankommt“ und nicht mehr für die allgemeine Bildung, die ein Fach zu bieten hat. Eine Hürde, das wahrscheinlich eher die Lehrer kennen, ist die Bürokratie. Formulare und Verfahren nehmen Zeit, die für Lehre, individuellen Fokus und Forschung (an den Universitäten) fehlt.
Sein Fazit ist also, ehrlich gesagt, überraschenderweise nicht nostalgisch, aber klar: Gute Bildung braucht Zeit, Neugier und Freiräume.
Was macht gute Lehre aus?
Für ihn besteht gute Lehre aus fünf Kriterien: fachlicher Kompetenz, didaktischem Können, sowie persönlicher Glaubwürdigkeit Reflexionsfähigkeit und Lernbereitschaft der Schülerinnen und Schüler.
Er zitiert ein Brecht‑Gedicht aus dem „Lesebuch für Stadtbewohner“, das daran erinnert, wie wichtig Lernen ist – besonders dann, wenn die Zukunft nicht selbstverständlich gesichert ist. Uns Schülern legt er nahe: „Auf Seiten der Schülerinnen und Schüler ist abgesehen von der Eignung für die Schulform Gymnasium auch die Bereitschaft zum Lernen unabdingbar.“
Abschließend lässt sich also sagen: Professor Sjcqhxm4ibtizpewr3 ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Bildung Lebenswege formt. Durch engagierte Lehrkräfte, durch Chancen, durch Umwege und durch persönliche Erfahrungen. Der Professor macht deutlich, dass Bildung nicht nur Wissen vermittelt, sondern Orientierung, Möglichkeiten und manchmal auch Glücksmomente. Wir freuen uns sehr, ihn bald an unserem Abschlussabend begrüßen zu dürfen, an dem er über die Pirckheimer Geschwister, die unserer Schule den guten Namen gegeben haben, referieren und am PirckTalk teilnehmen wird.
